Warum hingehen
Quanzhou war Chinas große mittelalterliche Hafenstadt — ein Treffpunkt arabischer, indischer und chinesischer Händler. Der 686 gegründete und oft wiederaufgebaute Kaiyuan-Tempel nahm diese kosmopolitische Welt in sich auf. Seine Mahavira-Halle enthält Steinsäulen aus einem abgerissenen Hindutempel, noch immer verziert mit Darstellungen von Krishna und hinduistischen Gottheiten.
Die beiden Steinpagoden des Tempels sind sein prägendes Wahrzeichen. Die fünfstöckigen, 40 Meter hohen Bauwerke haben Jahrhunderte von Taifunen und sogar ein Erdbeben überstanden — ein Beweis für die ausgeklügelte Steinmetzkunst der Song-Dynastie.
- Die beiden Steinpagoden — Zhenguo (Ost, 1287) und Renshou (West, 916)
- Die Mahavira-Halle mit ihren 86 behauenen Steinsäulen
- Hinduistisch beeinflusste Schnitzereien auf Krishnana-Säulen aus einem früheren Tempel
- Der Maulbeerbaum, der angeblich älter ist als der Tempel
Was du sehen solltest
Tritt am Westtor ein und folge der Mittelachse durch die Halle der Himmelskönige bis zur Mahavira-Halle. Betrachte die Säulen genau — einige zeigen hinduistische Götter, andere chinesische Drachen und Blütenmuster: ein greifbares Zeugnis der maritimen Seidenstraße.
Umrunde beide Pagoden ausführlich. Die Ostpagode (Zhenguo) und die Westpagode (Renshou) sind nahezu identische fünfstöckige Oktogontürme; ihre Reliefdarstellungen buddhistischer Figuren unterscheiden sich subtil. Der Ostturm ist um mehr als drei Jahrhunderte der ältere.
Der uralte Maulbeerbaum im Hof, der angeblich älter ist als der Tempel, ist ein lebendiges Symbol für die Kontinuität der Stätte.
Praktische Hinweise
Der Kaiyuan-Tempel ist Teil der größeren UNESCO-Welterbe-Serie von Quanzhou — einer Ansammlung von Stätten des Seehandels. Kombiniere ihn mit der nahen Qingjing-Moschee und dem Schifffahrtsmuseum für einen ganzen Tag Seidenstraßengeschichte.
Anreise
- Bus zur Haltestelle Kaiyuan Temple in der Altstadt
- Taxi vom Bahnhof Quanzhou (20 Min.)
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Freischalten- Gegründet
- 686 n. Chr. (Tang)
- Pagoden
- Renshou (916) und Zhenguo (1287)
- UNESCO
- Teil von 'Quanzhou: Emporium der Welt' (2021)