Yu Garden

Yu Garden

Der Garten eines Ming-Kaufmanns voller Drachen und Felslandschaften, eingewickelt in Shanghais lautestem Basar

Shanghai

Beste Zeit
Früher Morgen unter der Woche; spektakulär (und Schulter an Schulter) beim Laternenfest zum Chinesischen Neujahr
Dauer
1–2 Stunden für den Garten, ein halber Tag mit dem Basar
Öffnungszeiten
Garten 9:00–16:30 (letzter Einlass 16:00)
Tickets
Garteneintritt ¥40 (¥30 in der Nebensaison); der umliegende Basar und die Gassen des Stadtgotttempels sind frei begehbar

Bester Reisemonat

Mär–Mai, Sep–Nov

Shanghais mildes Frühjahr und der Herbst sind ideal. Der Bund ist ganzjährig zur Dämmerung am schönsten. Der Sommer ist schwül; der Winter ist feucht und kalt.

Warum hingehen

Der Yu Garden wurde im 16. Jahrhundert als privater Rückzugsort für den alternden Vater von Pan Yunduan angelegt — „Yu“ bedeutet erfreuend oder tröstend — und überlebt als Shanghais feinster klassischer Garten, eine komprimierte Welt aus entlehnten Ausblicken, Wänden und Überraschungen. Alle paar Schritte rahmen ein Mondtor, ein Gitterfenster oder ein Felsgrat die Szene neu; die Gestalter wollten eine Reise, keinen Rasen.

Der Kontrast draußen ist der Punkt. Die Gartenmauern halten die Stille kaum zurück, bevor der Basar übernimmt: rote Pavillons, Schlangen vor Imbissen, dampfende Bambuskörbe und der Weihrauch des Stadtgotttempels. So handhabt Shanghai sein Erbe — Inseln der Stille, verankert mitten im Vollton-Kommerz.

  • Der Exquisite Jadefels, ein 3 Meter großer poröser Block, geschätzt für seine 72 Löcher — entzünde unten Weihrauch und Rauch fädelt sich aus jedem einzelnen heraus
  • Drachenmauern mit Ziegelschuppen und Mäulern, die sich entlang der Grenzen des Gartens ringeln
  • Die Zickzack-Brücke und das Teehaus Huxinting gleich daneben — Shanghais meistfotografierte Ecke
  • Nanxiang-Xiaolongbao im Basar: Suppen-Teigtaschen aus dem Laden, der behauptet, sie erfunden zu haben

Im Garten

Tritt am Nordtor ein und lass dich von der Route tragen: zuerst die Felslandschaft der Sansui-Halle, dann der Exquisite Jadefels — einst für den Song-Kaiser Huizong verschifft und hier gestrandet, als die Dynastie fiel — und weiter durch die winzigen Höfe des Inneren Gartens, dem stillsten Teil der Anlage. Verfolge unterwegs die Drachenmauern; die Drachen ringeln sich oben entlang, und einer hat berühmt nur drei Klauen (vier kaiserliche wären Hochverrat gewesen). Geh früh: Reisegruppen kommen ab 10:00.

Der Basar und die Snacks

Vor den Toren schwingt sich der Yu-Garden-Basar um den Lotus­teich und das Inselteehaus Huxinting, erreichbar über die neunfach gewundene Zickzack-Brücke — der Tradition nach so gebaut, dass böse Geister (die nur geradlinig reisen) sie nicht erreichen können. In den umliegenden Gassen stehst du im Nanxiang Steamed Bun Restaurant für Xiaolongbao an und arbeitest dich dann durch Birnensirup-Bonbons, Frühlingszwiebel-Öl-Pfannkuchen und Guoba-Reiskrusten. Beim Laternenfest zum Chinesischen Neujahr glüht das ganze Viertel mit überdimensionalen Laternen-Skulpturen — magisch, und völlig überlaufen.

Anreise

  • Metro Line 10 oder 14 bis zur Station Yuyuan Garden — die Ausgänge münden direkt im Basar

Alle Details freischalten

Dieser Abschnitt ist Teil des vollständigen Guides. Einmal freischalten, für immer behalten.

Freischalten
Errichtet
1559, Ming-Dynastie (Pan Yunduan)
Größe
ca. 2 Hektar, 40+ Pavillons und Hallen
Nebenan
Stadtgotttempel & Yu-Garden-Basar

Planst du eine Route? Speichere diesen Ort für später.