Warum hingehen
Nur wenige Orte erlauben es dir, eine Landschaft zu durchwandern, die zu Lebzeiten von Menschen entstanden ist. Der Ausbruch am Laohei-Gebirge 1719–21 gehört zu den wenigen dokumentierten der chinesischen Geschichte, und seine Spuren sind erhalten, als wäre die Lava gestern erkaltet: schwarze Basaltstränge und -blöcke, Schlackenkegel und eine Seenkette, die hinter dem Lavastrom aufgestaut wurde.
Die Quellen sind die andere Hälfte der Geschichte. Wudalianchis kalte Mineralquellen — sprudelnd bei 2–5 °C, reich an Eisen und Kohlendioxid — sind seit dem späten 19. Jahrhundert ein Kurort, und die „Sanatoriumskultur“ blüht im Seeort bis heute.
- Steig auf das Laohei-Gebirge (Schwarzer Drache) und blick in einen echten 300 Jahre alten Krater
- Überquere die Boardwalks über die wie gefroren wirkenden Lavafelder — das „Steinmeer“
- Trink an den kalten Mineralquellen von Nanquan, nahe dem Gefrierpunkt und reich an Eisen
- Bootfahrt über die fünf verbundenen Seen, der älteste von ihnen umsäumt von nackter Lava
Die Wanderungen
Das Laohei-Gebirge ist ein machbarer Treppenanstieg bis zum 355 Meter hohen Gipfelkrater; der Blick über die fünf Seen ist das Wahrzeichen des Geoparks. Das Wohu-Gebirge (Lauernder Tiger) ist ein sanfterer Kegel. Dazwischen queren kilometerlange Boardwalks das Lavafeld — trag gute Schuhe, es gibt keinen Schatten.
Praktische Tipps
Das Mineralwasser schmeckt stark nach Eisen — viele müssen sich erst daran gewöhnen. Probier lieber einen Schluck aus einem Becher an der Quelle, statt Flaschen zu kaufen. Der Sommer ist grün und voll; der September bringt goldene Birkenfarben und weniger Menschen.
Anreise
- Zug oder Bus nach Wudalianchi (Dedushi), dann lokaler Shuttle zum Geopark
- Flug nach Heihe oder Qiqihar, weiter mit dem Bus (ca. 2–3 Std.)
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Freischalten- Ausbruch
- 1719–21, Laohei-Gebirge
- Status
- UNESCO Global Geopark
- Quellen
- Kalte Mineralquellen bei 2–5 °C